Mondoñedo, die kniende Kathedrale des Küstenwegs
10 August, 2026
Mondoñedo ist einer jener Halte, die den Küstenweg ganz allein rechtfertigen. Es war Hauptstadt einer der sieben Provinzen des alten Königreichs Galicien und Bischofssitz und bewahrt die Atmosphäre jener Städte, in denen die Zeit stillzustehen scheint — «verloren zwischen dem überquellenden Grün der Kastanienbäume», wie sie ihr berühmtester Nachbar, der Schriftsteller Álvaro Cunqueiro, beschrieb.
Kathedrale von Mondoñedo
Die Basilika-Kathedrale der Jungfrau Mariä Himmelfahrt ist zusammen mit der Konkathedrale von Ferrol Sitz der Diözese Mondoñedo-Ferrol. Man nennt sie «die kniende Kathedrale» wegen ihrer perfekten Proportionen und ihrer geringen Höhe: Die Türme wirken klein für die Größe des Tempels, und das Ganze scheint sich vor dem Ankommenden zu ducken. Die Fassade wird von einer Fensterrose von fünf Metern Durchmesser beherrscht, die mit den übrigen Glasfenstern Licht und Farbe im ganzen Innenraum verteilt.
Sie wurde 1902 zum Nationaldenkmal erklärt, 1962 zur Basilica minor erhoben und 2015 zusammen mit dem Küstenweg selbst in die Liste des Weltkulturerbes der Unesco aufgenommen. Sie liegt direkt am Weg, an der Plaza Mayor des Ortes: Es gibt keine Ausrede, vorbeizulaufen.
Was kann man in Mondoñedo sehen und unternehmen?
Rund um die Kathedrale entfaltet sich eine Altstadt aus Laubengängen, wappengeschmückten Herrenhäusern und gepflasterten Gassen, die sich an einem Vormittag erkunden lässt. Sehenswert sind der Bischofspalast, der alte Brunnen am Platz und das Viertel Os Muíños, das sogenannte «kleine Venedig» von Mondoñedo, wo das Wasser zwischen den Gemüsegärten fließt. Außerdem feiert der Ort jeden Oktober As San Lucas, den ältesten Markt Galiciens.
Wenn du diese Route vorbereitest, findest du hier alle Informationen zum Küstenweg und zu unseren organisierten Reisen auf dem Küstenweg.