Sommerlager auf dem Camino: Was man mitbringen sollte (und was nicht)
20 Januar, 2026
Um den Weg als Jugendlicher zu gehen, nimm einen leichten Rucksack mit dem Wesentlichen mit: Pilgerpass, Dokumentation, Wasser, etwas Essen, eine Erste-Hilfe-Ausrüstung und einen Regenmantel. Vermeide es, unnötige Dinge zu tragen. Leicht zu reisen wird dir helfen, mehr zu genießen, dich fähig zu fühlen und das Abenteuer zu leben.
Du hast wahrscheinlich gedacht, dass der Sommerplan darin besteht, in ein Surfcamp zu gehen oder auf dem Sofa mit der Konsole zu bleiben, aber hier bist du: Deine Eltern haben dich überredet, nach Galicien zu wandern. Und bevor du mit den Augen rollst, lass mich dir eines sagen: Das hier ist besser als jedes Battle Royale. Hier ist die Karte echt, die Grafiken sind mehr als 8K und glaub mir, was den Erfolg deines Urlaubs ausmacht, ist nicht das Wo, sondern das Mit Wem.
Der Camino ist das ultimative Camp. Keine Betreuer mit Pfeifen, keine absurden Zeitpläne für Bastelarbeiten und eine Freiheit, die du in der Schule nicht hast. Aber damit das episch wird und du die Menschheit nicht bei Kilometer 5 hasst, musst du dein Inventar im Griff haben. Du hast Glück: Deine Eltern haben den Gepäcktransport gebucht, also wird das "große Gepäck" im Van reisen. Aber du wirst den kleinen Rucksack tragen, deinen "Angriffsrucksack". Und hier zeigt sich, wer ein Anfänger ist und wer kommt, um die Welt zu erobern. Und für diese Mission haben wir hier unseren Leitfaden, um beim Gepäck nichts falsch zu machen.
Der Geisterkoffer (den du NICHT trägst, aber den du brauchst)
In dem großen Rucksack, der jeden Morgen abgeholt wird und dich zur nächsten Herberge bringt, befindet sich die langweilige Logistik. Aber pass auf, packe nicht zu viele Dinge "für den Fall der Fälle" ein, sonst schauen dich deine Eltern beim Schließen des Reißverschlusses schief an.
- Die Drei-Regel: Drei T-Shirts, drei Wechselwäsche, drei Paar Socken. Du brauchst kein Outfit für jeden Tag. Hier kommst du zum Schwitzen und Schmutzigwerden (ein bisschen), aber vor allem, um zu leben.
- Socken auf Gott-Niveau: Denk gar nicht daran, diese alten Knöchelsocken mit Löchern mitzubringen. Du brauchst nahtlose Socken. Deine Füße sind dein Fahrzeug; kümmere dich mehr um sie als um dein Handy.
- Der richtige Mantel: Ja, in Galicien wird es kühl, aber bring nicht die Daunenjacke aus der Arktis mit. Ein Fleece und eine Regenjacke sind perfekt. Und keine Sorge, selbst rissige Lippen und rote Wangen am frühen Morgen haben ihren abenteuerlichen Charme.
- Einlaufende Schuhe: Neue Schuhe sind verboten. Wenn du neue Stiefel mitbringst, bereite dich auf ein Blutbad an deinen Fersen vor. Bring die mit, die bereits wissen, wie du gehst.
Dein Angriffsrucksack (oder dein Überlebensinventar)
Das ist der Rucksack, den du während der Etappe auf dem Rücken trägst. Er muss leicht sein, als ob du nichts trägst, aber das Nötigste haben, um den Tag zu überstehen.
- Der Pilgerpass: Er ist das Wichtigste. Ohne ihn gibt es keine Stempel, und ohne Stempel gibt es kein Compostela. Jeden Bar oder jede Kirche in eine Mission zu verwandeln, um einen Stempel zu bekommen, ist Teil des Reizes. Achte darauf, dass er nicht nass wird.
- Deine Papiere (Personalausweis und Gesundheitskarte): Ja, du bist alt genug, um deine eigenen Dokumente zu tragen. Stecke sie in einen Plastikbeutel mit Reißverschluss, damit sie nicht nass werden, falls es regnet. Du bist für dich selbst verantwortlich; beweis es.
- Erste-Hilfe-Set: Warte nicht darauf, dass deine Eltern dich verarzten. Nimm ein paar Pflaster oder Compeed für Blasen und Sonnencreme mit. Die Sonne brennt stark, und rot wie eine Garnele zu werden, ist nicht heroisch, sondern Anfängerfehler.
- Wasser und Snacks: Trag nicht zwei Liter Wasser mit dir herum. Nimm eine Wasserflasche mit und fülle sie an den Quellen auf. Und etwas zu knabbern (Nüsse oder einen Riegel), aber übertreibe es nicht.
- Eine leichte Regenjacke: Denn im Norden fällt der Himmel, wenn du es am wenigsten erwartest.

Die Liste der Verbote (was unbedingt zu Hause bleibt)
Hier scheitern die meisten. Du willst dein Zimmer auf dem Rücken tragen. Fehler. Auf dem Camino de Santiago brauchst du keinen überflüssigen Kram. Mach dir Notizen:
- Der "digitale Bunker" (Konsole/Tablet): Lass es. Bring es nicht mit. Das Abenteuer besteht darin, abzuschalten. Wenn dir langweilig ist, erfinde etwas.
- Dicke Bücher: Du versprichst dir, eine ganze Saga zu lesen, aber die Realität ist, dass du fast die ganze Zeit schlafen wirst. Du kommst so erschöpft an, dass du niemanden lesen wirst. Wenn du lesen möchtest, nimm etwas Dünnes mit.
- Das "für den Fall, dass": Nichts von "für den Fall, dass ich mich langweile", "für den Fall, dass wir zu einer eleganten Feier gehen". Falsch. Du kommst zum Wandern, um Sandwiches zu essen und mit neuen Leuten zu lachen. Der Rest ist überflüssig.
Die letzte Mission
Den Camino zu machen, geht nicht darum, der Erste zu sein, sondern darum, ganz anzukommen und Geschichten zu erzählen. Zunächst wirst du dich beschweren. Du wirst denken, warum du nicht in deinem Viertel geblieben bist. Aber dann, wenn du ein paar Tage unterwegs bist, wirst du merken, dass es toll ist, 20 Kilometer aus eigener Kraft zu schaffen. Du wirst lernen, dass man leicht reisen muss, sowohl im Rucksack als auch im Kopf, um weit zu kommen. Und diese Lektion wird dir im Leben sehr nützlich sein, sogar mehr als alles, was du in diesem Jahr in der Schule lernst.